Preisträger 2018

Die Preisträger des Leipziger Agenda-Preises 2018

Foto: Andreas Birkigt

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Leipzig-Travnik e.V.

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Leipzig-Travnik mit Burkhard Jung und Bodo Radestock, Foto: Andreas Birkigt

Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Leipzig-Travnik e.V.

Der Verein erhielt die Auszeichnung in der Kategorie „Zeichen setzen – Spuren hinterlassen“ für sein langjähriges Engagement zur Förderung der Begegnung und des Austausches zwischen den beiden Städten. Allein 1.500 Leipziger haben sich seit 1997 vor Ort ein Bild von der bosnischen Stadt gemacht. „Der Verein hat es in kleinteiliger Arbeit geschafft, die Stadt Travnik in den Herzen der Leipziger lebendig werden zu lassen“, stellte der Laudator Bodo Rodestock, Vorstandsmitglied der VNG-Gruppe und VNG-Stiftung, fest. Inzwischen arbeitet der Verein im Rahmen der Kommunalen Nachhaltigkeitspartnerschaft daran, konkrete Projekte in beiden Städten zu initiieren, die sich auf die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen (SDGs) beziehen.

Der Leipzig-Travnik e.V. ist ein in Bosnien-Herzegowina und Deutschland registrierter Verein mit rund 150 Mitgliedern zur Förderung des interkulturellen Austauschs zwischen Institutionen, Organisationen und Privatpersonen sowie Wirtschafts- und Bildungsförderung in Travnik.
Der direkte Kontakt mit den Menschen und das Erfahren der anderen Kultur sind wichtige Voraussetzungen für langfristig tragende Beziehungen. Dafür ist der Verein mit seiner langjährigen Erfahrung die erste Anlaufstelle.

Förderverein Philippus e.V.

Förderverein Phillipus mit Katrin Hart und Burkhard Jung, Foto: Andreas Birkigt

Förderverein Philippus e.V.

Der Förderverein Philippus e.V. konnte die Jury in der Kategorie „Engagiert in Leipzig“ für sich gewinnen. Hier werden Organisationen herausgehoben, denen es besonders gut gelungen ist, freiwilliges Engagement von Bürgerinnen und Bürgern anzuregen, zu unterstützen und zu integrieren. Der Förderverein Philippus organisiert die Umnutzung einer leerstehenden Kirche in Leipzig-Lindenau zu einem Kulturzentrum mit angeschlossenem Integrations-Hotel. „Der Förderverein stellt einen Rahmen für individuelles Engagement zur Verfügung, in dem sich die Mitglieder frei entfalten können,“ hob Katrin Hart von der Stiftung Bürger für Leipzig in ihrer Laudatio hervor. „Die Einrichtung der Kirche ist noch wie vor hundert Jahren, die Veranstaltungsformate und Aktionen sprechen jedoch ganz neue Zielgruppen an.“

Seit vier Jahren öffnet ein Freundeskreis nach zehn Jahren Schließung wieder die Philippuskirche im Leipziger Westen. Während das Berufsbildungswerk die Verantwortung für die Umnutzung des ehemaligen Pfarrhauses zu einem Integrationshotel verantwortet, tragen hier Ehrenamtliche die Aktivitäten: Kulturelle und geistliche Veranstaltungen, Öffnung des Gebäudes für Interessierte, Projektchor mit Nachbarn und vieles mehr.

Dresdner59

Dresdner59 mit Burkhard Jung, Foto: Andreas Birkigt

Das Japanische Haus e. V.

Das Japanische Haus mit Burkhard Jung, Foto: Andreas Birkigt

Zusatzpreise für Das Stadtteilprojekt Dresdner59 und das Japanische Haus e.V.

Das Stadtteilprojekt Dresdner59 der ev.-luth. Dreifaltigkeits-Kirchgemeinde sowie auch das Japanische Haus e.V. erhalten zusätzlich eine dotierte Anerkennung in dieser Kategorie, da sie „... niedrigschwellige Begegnungszentren für Menschen unterschiedlicher sozialer Gruppen schaffen. Beide bieten vielfältige Möglichkeiten, sich in ehrenamtlicher Mitwirkung auszuprobieren und Integration im Stadtteil mitzugestalten“, hob Volkmar Müller, Geschäftsführer der Leipziger Gruppe, hervor.

GeoWerkstatt Leipzig e.V.

Geowerkstatt Leipzig mit Burkhard Jung und Heinrich Brendel, Foto: Andreas Birkigt

GeoWerkstatt Leipzig e.V.

Home Sweet Home - Bienen- und Insektenhotels für unsere Stadt
Der Geowerkstatt Leipzig e.V. wurde in diesem Jahr der Jugendpreis verliehen. Seit nunmehr fünf Jahren baut der Verein gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen Nistplatzangebote für verschiedene Insekten- und v.a. Bienenarten in Leipzig. Damit werden praktische Maßnahmen gegen den Rückgang Insektenpopulationen realisiert. Gleichzeitig finden viele Bildungsangebote statt. „Die Kinder und Jugendlichen erfahren, dass viele der ungeliebten Plagegeister für unsere Ernährung sehr wichtig sind, da sie wichtige Bestäubungsarbeit leisten oder weniger nützliche Tiere in Schach halten,“ betonte Heinrich Brendel, Vorstand der Sparkasse Leipzig, in seiner Laudatio.

Ziel des Projektes ist es, in einem immer stärker versiegelten, städtischen Raum neuen Lebensraum und Nistplatzangebote für verschiedene Insekten- und v.a. Bienenarten zu schaffen. Im Fokus steht dabei eine intensive Auseinandersetzung der Teilnehmer mit den Themen Naturschutz, Biodiversität und urbane Ökosysteme. Die selbstständigen Arbeiten von Kindern und Jugendlichen werden von ehrenamtlichen GeoWerkstatt-Mitgliedern angeleitet und inhaltlich begleitet.

Die Ostwache e.V.

Die Ostwache mit Burkhard Jung und Bernd Beyer, Foto: Andreas Birkigt

OSTWACHE Leipzig e.V.

Die Ostwache Leipzig e.V. wurde mit einem Sonderpreis aus dem Projektfonds geehrt. Der Verein organisiert die Umnutzung einer ehemaligen Betriebsstätte der Branddirektion Leipzig als Stadtteilzentrum mit öffentlichen und gewerblichen Nutzungen. Bernd Beyer, Geschäftsführer der WEV – Westsächsische Entsorgungs- und Verwertungsgesellschaft, lobte das hohe Innovationspotenzial der hier Engagierten. Trotz der bisher noch kurzen Geschichte des Vereins sei es bereits gelungen, wahrnehmbare Zeichen in der Stadt zu setzen.